Lanyon
Quoit
An der Straße von Madron nach Morvah, Cornwall
(Karte)
Dieser Quoit (Dolmen) ist nicht mehr in seiner ursprünglichen Form.
Um 1815 wurde er nach einem Sturm neu errichtet. Die tragenden Steine
sind jetzt kleiner ausgefallen (ca. 2m), denn zuvor konnte ein Mann
aufrecht hindurch reiten. Der aufliegende Stein ist ca. 2,7 x 5,25m
und wiegt 13,5 Tonnen.
In rauher, unwirtlicher Landschaft, nahe dem Meer, steht
dieser Quoit auf einer Wiese unmittelbar neben der Straße. Nachdem
wir über die Feldbegrenzung gestiegen sind, war es uns, als hätten
wir eine Zeitreise um dreitausend Jahre zurück gedacht und Lanyon
Quoit ist gerade fertiggestellt worden. Kein Mensch weit und breit.
Kalter Wind blies uns um die Ohren und wir stapften im Wasser der
feuchten Wiese um die Steine. Etwas unheimlich dieser Ort mit den
wie in den Himmel gereckten Fingern der Schornsteine alter Zinnminen.
Wieviel Männer waren wohl hier, um den Stein nach oben auf die Anderen
zu bringen? Wie lange haben sie dafür gebraucht? Einen Tag? Eine Woche?
Einen Monat? Haben sie alle hier in der Nähe gewohnt? Fragen, über
die wir noch lange gesprochen haben, aber keine Antworten wußten.
Tief beeindruckt vom Ort, von der Dimension des Monuments und der
Leistung, es zu errichten, steigen wir zurück in die Gegenwart unseres
wärmenden Wohnmobils.
|

Lanyon Quoit
The Mystery Der Südwesten
Cornwalls ist übersät mit Zeugnissen der Vergangenheit, aber auch der
Gegenwart. Warum gerade hier diese Konzentration Prähistorischer Steinmonumente
zu finden ist, entzieht sich der Erklärung. Ist es die besondere Lage
zwischen dem Atlantik und dem Kanal? Oder sind es nur die Vorboten noch
gewaltigerer und bedeutsamer Kultstätten, die westwärts von Lands End
in grauer Vorzeit im Meer versunken sind? Es gibt Spekulationen, daß
dort einst eine bedeutsame Ansiedlung, vergleichbar Atlantis oder gar
Atlantis selbst, gewesen sein soll.
|