Menhire in Frankreich
Bretagne (Frankreich) - Einführung

Frankreich ist ein seltsames Land. Wir verstanden nur die Grundbegriffe der Höflichkeit in französischer Sprache zu radebrechen – Guten Tag ( Bonjour), schönen Tag noch (Bon journée), guten Abend (Bonsoir), Bitte ( s'il vous plaît), Danke (Merci), keine Ursache
(De rien.). Viel mehr war es nicht. Und dennoch schlug uns überwiegend unerwartete Freundlichkeit entgegen. Versuchten wir für umfangreichere Kommunikation unsere Englischkenntnisse anzubringen, ernteten wir zunächst auf die Frage ob wir uns in der englischen Sprache verständigen können, meist nur ein „a little“ als zustimmende Antwort, waren aber dann im besten Gespräch vertieft. Ob die Franzosen auch französisch sprechen mögen, wagte ich fast zu bezweifeln, oder zumindest nur im Kreis derer, die diese Sprache auch beherrschen. Nur ein freundlicher Campingplatzverwalter auf dem Camping du Baranton im Foret de Paimpont bei Fontaine de Barenton textete uns wie selbstverständlich konsequent mit seinem Redefluss auf französisch zu. Wir haben nicht alles haarklein verstanden, aber vom Inhalt haben wir sehr viel mitbekommen und ausgetauscht. Fantastisch, wenn man für sein Gegenüber offen bleibt, Fremdwörter aus dem englischen oder lateinischen zu hören versteht und nicht alles Wort für Wort verstehen will, sondern den essentiellen Aussagenfaden mit Augen, Ohren und Gesten zu folgen bereit ist. In unserer Muttersprache deutsch haben wir uns auch, aber nur mit den reichlich anwesenden Holländern, bestens verständigen können. Ein Versuch, von einem Franzosen (Straßburger) in der Bretagne die aktuellen News in deutsch zu eruieren, fing gut an, endete aber dann doch im Wesentlichen in englisch. Nach wenigen Tagen verstanden wir Land und Leute, aber nicht die Sprache der Franzosen, erst recht nicht die der Bretonen. Noch bleibt uns ja zum Lernen viel Zeit, bis wir wieder hinfahren – und wir werden - um nicht nur zu schauen und über das Geschaute zu lesen, sondern auch um die Seele zu verstehen. Um mehr und tiefere Eindrücke mit nach Deutschland zu nehmen. Beeindruckend ist die Bretagne auf alle Fälle. Als meine Frau einem jungen Pärchen, welches sich ganz offenkundig bei uns nach dem Campingplatz in der Nähe erkundigen wollte, spontan und unvermittelt amerikanisch gefärbt beschied, dies bitte nicht auf französisch zu versuchen, war die Verwunderung und Freude im Campingmobil der jungen Leute unüberhörbar – es waren Engländer. Die Bretagne ist ein seltsames Land, doch davon wird noch zu berichten sein.

Der Film "Dolmen", in der Bretagne (F) angesiedelt, spielt auf der Insel Ile de Belle (Ty Kern). Diese vier DVDs vermitteln in sechs permanent spannenden Episoden (ca. 600 min.) einen beeindruckenden Einstieg in das Leben und Land des keltischen Volkes der Bretonen.



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